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Naturally Dyed Textiles for Mindful Living

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Pflegehinweise

Naturfärbung (Buntmachen & Blaumachen) {#naturfaerbung}

Naturfarben sind lebendig. Sie kommen aus Pflanzen, Blüten und Mineralien — und verhalten sich anders als synthetische Pigmente. Mit der richtigen Pflege bleiben deine Stücke schön, die Farben intensiv und die Fasern intakt.

Für dein Atelier-Stück

Alle Rohlinge im Cosmaki Atelier werden von uns vorgebeizt — mit Metallsalzen präpariert, damit die Naturfarben optimal haften und lange halten. Du arbeitest also von Anfang an mit einem ready-to-dye Stück, ohne dass du dich um die Vorbereitung kümmern musst.

Nach dem Färben übernehmen wir Auswaschen, Fixieren und Bügeln. Trotzdem kann beim ersten Waschen zuhause noch etwas Farbe abgehen — das ist bei Naturfarben normal und kein Qualitätsmangel. Wasche es beim ersten Mal separat, kalt und im Schonprogramm oder von Hand.

Danach gelten die allgemeinen Pflegehinweise unten.

Waschen

Wasche naturgefärbte Textilien bei 30°C — das schont die Farben und reicht für eine gründliche Reinigung vollständig aus. Verwende milde, umweltfreundliche Waschmittel ohne Bleichmittel oder Weichspüler. Beides greift die Fasern an und lässt Naturfarben schneller verblassen.

Niedrige Schleuderdrehzahl wählen, volle Waschladungen bevorzugen — das spart Wasser und schont das Material.

Bei Blaumachen (Indigo): ein Sonderfall
Indigo bindet sich anders an die Faser als Pflanzenfarben aus dem Bundle Dye. Ein leichtes Abfärben (Kroken) bei Reibung, besonders in den ersten Wochen, gehört zum Material und ist kein Defekt. Wasche indigogefärbte Stücke getrennt von hellen Textilien und wende sie zum Waschen auf links. Die zunehmend hellere, changierende Patina mit der Zeit ist gewollt, nicht Verschleiß.

Trocknen

Am besten im Schatten an der Luft trocknen. Direktes Sonnenlicht bleicht Naturfarben aus — gerade in den ersten Wochen nach dem Färben. Falls du einen Trockner nutzt, nur bei niedriger Temperatur. Ziehe das Stück noch leicht feucht in Form, bevor es vollständig trocknet.

Allgemeine Hinweise

Lüften verlängert die Zeit zwischen den Wäschen — und schont damit Farbe, Fasern und Umwelt. Je seltener gewaschen, desto länger bleibt die Farbintensität erhalten.

Vermeide aggressive Reinigungsmittel, Fleckentferner auf Bleichbasis und heißes Wasser. Naturfarben reagieren empfindlich auf starke Chemikalien.

 

Cyanotypie {#cyanotypie}

Cyanotypie ist kein Färbeprozess, sondern ein photochemisches Druckverfahren. Das charakteristische Blau entsteht durch UV-Licht, nicht durch Pigmente aus Pflanzen oder Mineralien. Entsprechend anders sieht die Pflege aus.

Waschen
Wasche cyanotypiebedruckte Textilien kalt, von Hand oder im Schonprogramm, und wende das Stück dafür auf links. Das schützt den Druck vor Reibung in der Wäsche. Verwende ein mildes, phosphatfreies und pH-neutrales Waschmittel. Alkalische Waschmittel, Bleichmittel und Fleckentferner zersetzen das Bildpigment und lassen es ausbleichen oder ins Gelbliche kippen. Wasche seltener statt öfter, jede Wäsche belastet den Druck etwas.

Trocknen
Im Schatten an der Luft trocknen, nicht im Trockner. Das Blau vertieft sich in den ersten 24 Stunden nach dem Auswaschen von selbst, das finale Ergebnis zeigt sich also erst am Folgetag.

Bügeln
Falls nötig, mit Bügeltuch und trockenem Eisen bügeln, nicht auf Dampf. Direkt auf dem Druck zu bügeln kann das Bild beschädigen.

Allgemeine Hinweise
Hartes Wasser und kalkhaltige Umgebungen können das Blau über Zeit angreifen, das ist bei Kölner Leitungswasser relevant. Bewahre das Stück an einem eher kühlen, nicht dauerhaft sonnenexponierten Ort auf, wenn du die Tiefe des Blaus möglichst lange erhalten willst.


Warum naturgefärbte Textilien?

Naturgefärbte Textilien sind frei von synthetischen Pigmenten — sanfter zur Haut, schonender zur Umwelt. Die Farben entstehen durch Pflanzen, Blüten, Rinden und Mineralien, die seit Jahrhunderten zum Färben genutzt werden. Jedes Stück trägt diese Geschichte in sich.